Am Montag, den 16.03.2025, führte der Abschnitt Stanzertal eine Begehung der Flucht- und Rettungswege im Arlberg Straßentunnel durch. Dabei konnten wir uns ein umfassendes Bild über die örtlichen Gegebenheiten im Tunnel machen.
Besichtigt wurden unter anderem die Aufgänge in den Zuluftkanal bis hin zum Sammelraum sowie der Einsatzraum beim Tunnelportal in St. Jakob. Besonders im Fokus stand das bestehende Rettungskonzept: Im Ereignisfall sollen sich die im Tunnel befindlichen Personen über die Aufgänge in den Zuluftkanal und weiter in den Sammelraum begeben, um dort einen sicheren Bereich zu erreichen und auf die Einsatzkräfte zu warten.
Für uns als Feuerwehr bedeutet das im Einsatzfall neben der Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung vor allem auch die Betreuung von verletzten und betroffenen Personen. Gleichzeitig ist es unsere Aufgabe, die Fluchtwege sowie den Zuluftkanal systematisch nach eventuell zurückgebliebenen Personen abzusuchen.
Ein weiterer wichtiger Punkt war die Besichtigung des Einsatzraumes beim Tunnelportal. Dieser dient im Ernstfall als zentrale Drehscheibe für die Einsatzleitung, in der alle beteiligten Blaulichtorganisationen und Behörden zusammenarbeiten, um den Einsatz zu koordinieren und abzuwickeln.
Im Herbst 2025 wurde im Rahmen einer Übung die Rettung von Personen über die Flucht- und Rettungswege sowie der anschließende Abtransport über den Arlberg Bahntunnel beübt. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse konnten bereits in die bestehenden Abläufe und Einrichtungen integriert werden.
Solche Begehungen sind für uns von großer Bedeutung. Nur wer die örtlichen Gegebenheiten kennt, kann im Ernstfall schnell, sicher und effizient handeln.
Ein großes Dankeschön an Bruno und Johannes von der ASFINAG für die interessante und praxisnahe Führung sowie die wertvollen Einblicke in das Flucht- und Rettungskonzept.


