Information der Gemeinde Pettneu über die Situation im Gridlontobel am 10.08.2017

Seit dem Murenabgang am 26.07.2017 ist das Auffangbecken im Gridlontobel großflächig mit Murenmaterial gefüllt. Bei zwei weiteren Unwettern am Abend des 08. August und in der Nacht des 09. August kam es neuerlich zu Murenabgängen. Dabei floss ein Großteil des Geschiebematerials über die Sperre, durch das Gerinne ins Becken oberhalb der Landesstraße. Leider ist bei möglichen weiteren Unwettern, oder großem Niederschlag, mit weiteren Muren zu rechnen.

Seit 26.07.2017 arbeitet die Gemeinde und die Wildbach- und Lawinenverbauung mit Hochdruck an der Räumung der Auffangbecken am Gridlontobel. Wobei hier immer zuerst das untere Becken geräumt wird, damit ein Rückstau verhindert werden kann. Nach genauen Berechnungen befinden sich ca. 75.000. mł Material im Auffangbecken des Gridlontobel.

Derzeit wird der bereits 2010 begonnene Lawinenleitdamm Garnen mit dem Geschiebematerial fertiggestellt. Dies wird noch ca.3 Wochen in Anspruch nehmen. An einer weiteren Deponiefläche wird derzeit gearbeitet.

Gemeinsam mit Experten der Wildbach- und Lawinenverbauung werden täglich Gespräche über die aktuelle Lage geführt. Die Feuerwehr und die Gemeindeeinsatzleitung beobachten das Gridlontobel bei Niederschlag oder Unwettergefahr 24 Stunden am Tag. Mit Fotos wird täglich ein Vergleich des Abbruchgebietes erstellt.

Nach heutigem Ermessen besteht keine Gefahr für Menschen oder das Siedlungsgebiet. Trotzdem ist die Situation für die Gemeinde eine große Herausforderung. Wir bitten die Bevölkerung um erhöhte Wachsamkeit und etwaige Beobachtungen der Gemeindeeinsatzleitung zu melden.

Für die Gemeindeeinsatzleitung:
Bgm. Manfred Matt

Hier als PDF zum downloaden:
Bürgerinformation – 10.08.2017